Computermuseum der Fakultät Informatik english français

PDP11/20

Ein Ausschnitt Bild: Gesamtansicht

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Hersteller: Digital Equipment Corporation Typ: PDP11/20 Baujahr: 16.9.1970 Seriennummer: 308 Technik: TTL

Der älteste PDP11 - er ist sogar älter als der LAB8/E im Computermuseum. Im Jahre 1970 brachte Digital Equipment eine neue Rechnerserie auf den Markt: Den PDP-11. Im Gegensatz zu allen anderen DEC-Maschinen besitzt diese Reihe eine Wortbreite von 16 Bit. Trotzdem wurde der Einheitlichkeit halber weiterhin im Oktalsystem gearbeitet. Das erste Modell war der PDP11/20. Es besaß im Grundausbau 4 kWorte Kernspeicher und ein dem PDP-8 entsprechendes Frontpanel. Der Maximalausbau des Speichers betrug ohne MMU 32 kWorte, mit optionaler MMU 128 kWorte (jeweils abzüglich I/O-Bereich am Speicherende). Diesem Exemplar erging es wie Sam Hawkens alter Lederjacke: Es wurde im Lauf der Jahre soviel daran herumgeflickt und gepatcht, daß vom Original fast nichts mehr überblieb. Zunächst wurde der originale 4kW-Kernspeicher durch einen 24kW-Halbleiterspeicher ersetzt. Das ist der Wire-Wrap-Rahmen ganz oben im Rack. Diese Verbesserung ist heute auch schon museal: Die Chips sind von 1973, die Platinen von 1976. Dann hatten die Leute an der RWTH-Aachen die Nase voll vom Glühbirnen- austauschen, und ein fähiger Mechanikus setzte in die Frontplatte LEDs ein. Leider ist beim Bohren der Löcher die Frontplatte gerissen. Als wir die Maschine dann erhielten, fehlten einige der Schalter an der Frontplatte. Mangels passender Ersatzteile mußten wir die braunen Schalter von einem PDP8-Frontpanel einsetzen. Wer einige Original-PDP11-Schalter besitzt (violett/rosa), möge sie uns bitte anbieten. Wir haben einiges an Tausch- objekten anzubieten! Da wir das DECtape-Laufwerk, das bei der Maschine dabei war, in den PDP11/34 einbauen wollten und der arme 11/20 nun ohne Kernspeicher (nicht-flüchtig!) und ohne Massenspeicher ist, haben wir noch zwei Platinen mit EPROMs (Schande, Schande!) gewrappt, in die wir das originale Paper-Tape-BASIC gebrannt haben. Wenn man die Maschine also jetzt startet, kann man aus dem EPROM das BASIC laden.

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