Computermuseum der Fakultät Informatik

Weston-Element

Weston-Element
Aufnahme von vorne

Es handelt sich dabei um ein Weston-Element, ein elektrochemisches Primär- element, das eine äußerst exakte und konstante Spannung liefert. Die Anforderung, wie sie auch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt stellt, ist eine Spannung von 1,01865 Volt +/- 0,0001V. Zudem darf sich die Spannung pro Jahr nur um 0,00001V, also einem hunderttausendstel Volt, ändern. Es ist fast überflüssig zu erwähnen, daß das Weston-Element in diesem Gerät nach fast 50 Jahren immer noch seine Sollspannung hat. Etwas zur Begriffsklärung: In der Umgangssprache werden einige Begriffe häufig falsch benutzt und vermischt: Batterie, Akkumulator, Element und Zelle. Im technischen Sprachgebrauch ist eine Batterie eine Zusammen- kopplung mehrer gleichartiger Funktionsgruppen: Es gibt Kondensatorbatterien, Akkumulatorbatterien, Flaschenbatterien, Mischbatterien u.a. Der Begriff stammt aus dem Militärischen, und bedeutet die Aufstellung vieler gleich bewaffneter Soldaten nebeneinander zum Gefecht. Unter einem Akkumulator (deutsch: Sammler) versteht man ein elektro- chemisches Sekundärelement. Das sind elektrochemische Anordnungen, die Strom abgeben können, der zunächst durch einen Aufladevorgang hineingesteckt wurde. Akkumulatoren sind damit keine Stromerzeuger, sondern Stromspeicher oder Stromsammler. Schaltet man mehrere Akkumulatorelemente zusammen, dann erhält man eine Akkumulatorenbatterie, wie sie z.B. bei Autos zum Starten des Motors verwendet wird. Man spricht dabei verkürzt und nicht ganz vollständig von Autobatterie oder sogar nur von der Batterie, was dann aber nur noch im Zusammenhang mit dem "Auto" eindeutig ist. Für elektrochemische Primärelemente gibt es im Deutschen überhaupt kein eigenes Wort. Oft wird falsch Batterie gesagt, was aber im Zusam- menhang z. B. mit der Auto-Elektrik mißverständlich ist. Elektrochemische Primärelemente sind Anordnungen von meist drei chemischen Elementen oder Verbindungen, bei denen durch eine chemische Reaktion elektrischer Strom erzeugt wird. Sie können sofort nach dem Zusammenbau Strom abgeben und sind nicht wieder aufladbar. Das Wort Element deutet auf den Ursprung in der Chemie hin: Es meint die Anordnung zweier chemischer Elemente, z. B. Zink und Kohle in einer Elektrolytflüssigkeit. Welche chemischen Elemente verwendet werden, ist wichtig für den Anwender: Zink-Kohle ergibt 1,5V Elementspannung, Nickel- Cadmium ergibt 1,2V Elementspannung, Blei-Bleisulfat ergibt 2,1V Element- spannung. Alternativ zur allgemeinen Bezeichnung Element gibt es noch Zelle, was auf den technischen Aufbau hinweist: Ein zur Außenwelt möglichst dicht abgeschlossenes chemisches System. Das englische Wort cell steht auch auf dem Weston-Element oben auf dieser Web-Seite. Man kann dann korrekt sagen: Eine Knopfzelle oder eine Stabzelle, die früher in Deutschland üblichen Größenangaben waren dann: Monozelle, Baby- zelle, und Mignonzelle. Und dann gab es auch noch die 4,5V-Flachbatterien, die drei Rundzellen enthielten, sowie die 9V-Blockbatterien, bzw noch früher die Anodenbatterien. Ob es sich dabei aber um aufladbare Akkumulatoren oder nicht aufladbare Primärelemente handelt, geht aus der Bezeichnung alleine nicht hervor.

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