Computermuseum der Fakultät Informatik				englisch


Commodore PET 2001

PET 2001
Typ:         PET 2001                                  <<<    >>>    ^^^
Abbildung in einem Prospekt



Der PET kam im Juni 1977 auf den Markt, und kostete in Deutschland
etwa DM 2500.-. Er war natürlich nicht der erste Personalcomputer,
als der er relativ häufig apostrophiert wird. Definiert man Perso-
nalcomputer als einen Computer, der nicht in einem Rechenzentrum
steht, und dort von einer Rechnerbetriebsgruppe (Operateure, Wartungs-
techniker usw) betreut wurde und dessen Preis-Leistungsverhältnis
zudem so günstig ist, daß er im Prinzip einem einzelnen Benutzer, und
nicht einer ganzen Schar von Programmierern und Anwendern zugeordnet
werden konnte, dann gab es lange vor ihm schon viele Personalcomputer,
z. B. den IBM 5100, den HP 9100, die diversen Wang-Rechner, die PDP8
in allen Varianten, den LGP 30 um nur einige wenige zu nennen.
Eine Ehre, die ihm jedoch ohne Zweifel zusteht, ist, daß er zu den
ersten Komplettcomputern gehörte, die so billig waren, daß er auch für
nichtbastelwillige Privatleute erschwinglich war.

Ausgerüstet ist er mit einem 9"-Monitor, der in der älteren Version,
wie er im Museum steht, noch einen weiß leuchtenden Phosphor hat.
Die Tastatur ist die berühmte Taschenrechnertastatur, die bekannt für
ihre schlechte Kontaktgabe und die unergonomischen kleinen Tasten war.
Immerhin ließ sie Platz für einen in das Gehäuse eingebauten Kasset-
tenrecorder.

Der Prozessor ist ein 1 MHz 6502, das RAM ist 8K groß. Das ROM umfaßt
14KB, in denen sich ein 8K-BASIC-Interpreter einer amerikanischen Firma
befindet, die auch heute noch nicht in der Lage ist, fehlerfreie Soft-
ware herzustellen. Konkret: Es handelt sich um einen sogenannten 'Old-
ROM-Pet', der noch diverse Bugs in seinem Basic besitzt:

Z. B. bringt das legale Statement

10 IF F OR I = 5 GOTO 200

einen Syntaxfehler hervor, da die Teile 'F OR' fälschlicherweise
als FOR interpretiert werden.



zur Homepage des Computermuseums


kk, 8.4.2001