Input Buffer Wer ein TTL-Datenbuch besitzt, kann feststellen, dass die hier verwendeten Puffer invertieren. Das liegt daran, dass der AC-(Eingabebus) des PDP-8/L mit negativer Logik arbeitet: 0 = +5V, 1 = 0V. Um Bezeichnungskonfusionen vorzubeugen: Der 'positive I/O-Bus' hat seinen Namen von der verwendeten positiven Spannung, er arbeitet aber trotzdem mit negativer Logik. Zur Zeit der Konstruktion des 8/L gab es noch keine Tristate-Logik. Busse an denen es mehrere Datenquellen gab, wurden daher mit Open- Kollektorbausteinen realisiert: Alle IC-Ausgänge oder Transistoren arbeiten auf einen gemeinsamen Kollektorwiderstand. Sind alle Ausgänge gesperrt, zieht der Widerstand den Bus nach +5V, was als logisch 0 interpretiert wird. Leitet einer der Ausgänge, dann wird der Bus nach 0V gezogen, was als logisch 1 inter- pretiert wird. Es können auch mehrere Ausgänge gleichzeitig leiten, es wird das logische Oder ('wired OR') gebildet. Nach der Einführung der Tristate-Logik gab es als Übergang zu den existierenden O.C.-Bussen daher eine Zeitlang invertierende Tristate- Treiber wie den hier verwendeten 74LS240. Dabei ist aber Vorsicht geboten: Im Gegensatz zu O.C.-Treibern dürfen bei Tristate-Treibern nicht zwei Treiber zugleich aktiv sein, sonst entsteht Wärme. Viele PDP-8 Befehle beruhen übrigens auf praktischer Anwendung des wired OR: Der Befehl OSR 'verODERrt' den Inhalt des Akkumulators mit dem des Switchregisters per wired OR. zurück